Dankbarkeit – Teil 1

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In Sahîh Al-Buchârî erwähnt Sa’d ibn Abû Waqqâs eine Geschichte von einem Knochen. Er benutzte den Abort und urinierte auf einen Kamelknochen. Er hob den Knochen auf, wusch ihn, nahm ihn mit nach Hause und machte eine Suppe daraus – all dies auf Grund der schwierigen Situation, in der sie sich befanden.
Ich möchte, dass ihr versucht, euch die Lage vorzustellen! Als Umar  möge Allah mit ihm zufrieden sein Muslim wurde, gab es lediglich 41 weitere Männer und 11 Frauen, die Muslime waren.
Als der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) nach Madîna auswanderte, waren es ungefähr 65 Muslime. Ein Muslim in Makka zu sein, war daher nicht wie ein Einkaufsbummel bei Old Navy. Es stand nicht hoch im Kurs! (Ich weiß nicht einmal, ob Old Navy immer noch hoch im Kurs steht.)
Es stand nicht hoch im Kurs und es war sehr schwierig für sie. Doch Allâh der Hocherhabene festigte sie mit dem Qurân.
Es gab zwei wichtige Dinge, die in Makka geschahen. Nummer eins war ihre Überzeugung, ihr Tauhid (ihr Glaube an das absolute Eins-Sein Allâhs des Hocherhabenen); ihre Verbindung zu Allâh dem Hocherhabenen wurde gereinigt und gefestigt. Nummer zwei war ihr Benehmen, die Art und Weise, wie Allâh der Hocherhabene sie erzog. Die Menschen, die aus Makka kamen, waren wirklich außergewöhnliche und ausgezeichnete Vorbilder.
Wie Ibn Hazm Al-Andalusî ( Allah   erbarme sich seiner ) es formulierte: „Wenn die Gefährten des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sein einziges Wunder wären, dann wäre der Wandel seiner Gefährten ausreichend, um zu beweisen, dass er ein Prophet war.“
Die Quraisch entsandten zwei Männer nach Madîna, um die Juden von Madîna über Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zu befragen. Als die Männer dort angekommen waren und die Juden getroffen hatten, beschrieben sie den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und seinen einladenden Aufruf. Die Juden sagten: „Fragt Muhammad nach drei Dingen; niemand weiß über diese Dinge Bescheid – sie sind einzig Allah dem Hocherhabenen bekannt. Wenn er euch auf diese drei Angelegenheiten antworten kann, dann ist er ein Prophet.
1. Fragt ihn nach den Jugendlichen, den Gefährten der Höhle!
2. Fragt ihn nach dem König, der einen Großteil der Welt regierte und gerecht und ehrlich usw. war!
3. Fragt ihn nach der Seele!“

Sie gingen zu den Quraisch zurück und berichteten ihnen: „Dies sind die Fragen, die wir ihm stellen sollen. Wenn er diese Fragen beantworten kann, dann ist er ein Prophet.“ Die Quraisch fragten den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und dieser sagte: „Kommt morgen zu mir und ich werde euch eure Fragen beantworten!“
Am folgenden Tag kamen sie, doch der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) hatte keine Antwort. Am darauffolgenden Tag kamen sie wieder, doch der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) hatte keine Antwort. Ungefähr 14 Tage lang gab es keine Antwort und der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) wurde traurig und betrübt, weil sie begannen zu sagen, dass der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) seine Versprechen bricht.
Dann sandte Allâh der Hocherhabene Gabriel (Friede sei mit ihm), um die Sûra Al-Kahf (Sûra 18) zu offenbaren. Aus diesem Grund sagt Allâh der Hocherhabene in der Sûra Al-Kahf:
„Und sag ja nur nicht von einer Sache: »Ich werde dies morgen tun«, außer (du fügst hinzu): »Wenn Allâh will.« Und gedenke deines Herrn, wenn du (etwas) vergessen hast, und sag: »Vielleicht leitet mich mein Herr zu etwas, was dem rechten Ausweg näherkommt als dies«“ (Sûra 18:23-24).
So lernen wir Anstand sowie Sich-Verlassen und Vertrauen auf Allâh den Hocherhabenen.
Der erste Vers dieser Sûra enthält acht Punkte. Allâh der Hocherhabene sagt:
„(Alles) Lob gehört Allâh, Der das Buch (als Offenbarung) auf Seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat“ (Sûra 18:1).
Dieser Lobpreis, den man in Sûra Al-Kahf findet, ist nicht derselbe Lobpreis wie in Sûra Al-Fâtiha (Sûra 1). Der eine wird „Dschumla Inschâ`iyya“ genannt, und der andere „Dschumla Chabariyya“.
„Dschumla Chabariyya“ bedeutet Aussagesatz. Demzufolge ist der Satz in der Sûra Al-Kahf erklärend. Allah der Hocherhabene informiert uns über etwas! Die Bedeutung von „Lobpreis“ in der Sûra Al-Kahf ist also eine andere. Allâh sagt: „Sieh! Ich bin Derjenige, Der nicht ohne Grund allen Lobpreis verdient.“ Demnach ist es hier anders. Er informiert uns. Dies nennt man „Chabar“.
Dahingegen steht in der Sûra Al-Fâtiha der Lobpreis im Imperativ. Laut den Gelehrten bedeutet dies, dass Allâh der Hocherhabene uns anordnet: „Aller Lobpreis gebührt Allâh“ zu sagen. Dies ist die Bedeutung in der Sûra Al-Fâtiha.
Der erste Satz in Sûra Al-Fâtiha gleicht einer Anordnung: Allah der Hocherhabene sagt: Wenn ihr mich preisen wollt, wenn ihr mich verherrlichen wollt, dann sagt „Al-hamdu li-llâh“ (Aller Lobpreis gebührt Allâh). In der Sûra Al-Kahf ist der Vers keine Anordnung von Allâh dem Hocherhabenen „Al-hamdu li-llâh“ zu sagen. Es ist ein Aussagesatz, was bedeutet, dass Er uns informiert, dass Er der Einzige ist, der das alleinige Recht besitzt, gepriesen zu werden. Und dies nicht ohne Grund!
 

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